Dem Verkehr mehr Beachtung schenken

Das soll in den kommenden 6 Jahren passieren

  • Ein modernes Parkraumkonzept verschafft den Überblick, wie viele öffentliche Stellplätze errichtet werden müssen und wo dies möglich ist. Zu berücksichtigen sind eventuelle Überkapazitäten im privaten Stellplatzbau, z. B. in der City-Tiefgarage.
  • Die von der SPD vorgeschlagene Überbauung der „Parkplatzwüste“ an der Oskar-von-Miller-Str. ist nicht nur eine stadtplanerische Maßnahme zur besseren Nutzung versiegelter Flächen. Ein Parkhaus bietet vor allem aus verkehrsrechtlicher Sicht riesige Chancen. Die Dachflächen des Parkhauses können für einen großzügigen Ausbau des Bahnhofsvorplatzes genutzt werden: der dadurch entstehende „Balkon über Bruck“ könnte schließlich als Aussichtspunkt mit Blickrichtung zur Stadt vielfach genutzt werden.
  • An den beiden Bahnhöfen sind moderne Fahrradparkhäuser zu bauen, wie wir es schon 2008 beantragt haben. Am Bahnhof Fürstenfeldbruck sollte ein Fahrradparkhaus in Zusammenhang mit unseren SPD-Vorschlägen zum Umbau des Vorplatzes und dem Dach des Autoparkhauses mit dem „Balkon über Bruck“ stehen, der vielfach genutzt werden könnte.
  • Der Ausbau der S4 muss aufs Dringendste gefordert werden. Dabei aber muss der jetzt angedachte dreigleisige Ausbau verhindert werden: Diese Scheinlösung nämlich zementiert auf ewig Beschränkungen des Zugverkehrs und des S-Bahnverkehrs und widerspricht dem vom bayerischen Landtag geforderten viergleisigen Ausbau – eine alte SPD-Forderung.
  • Die Ertüchtigung der Unterführung der Dachauer Straße am Klinikum wird auf unseren Antrag hin jetzt seit 6 Jahren diskutiert. Es wird Zeit für eine Lösung!
  • Eine innerstädtische Ringbuslinie ermöglicht evtl. umsteigefrei Einkäufe, Treffen oder Erledigungen in den beiden Stadtzentren und schädigt nicht unsere Stadtluft.
  • Der Verkehrsentwicklungsplan – der gerade erstellt wird – ist ein wichtiges Element der künftigen Verkehrsplanung für Fürstenfeldbruck. Die Ergebnisse sollen den Politikern, der Stadtverwaltung, aber auch daran Interessierten an die Hand gegeben werden. Daraus resultierende Konsequenzen für Bebauung und Veränderungsmöglichkeiten gilt es zügig umzusetzen. Das gilt ganz besonders für ein zukunftsfähiges Radwegenetz.

UNSERE ANSPRECHPARTNER FÜR DIESES THEMA :

Ergebnisse 2020-26: Verkehr

Dipl.-Ing. MIRKO PÖTZSCH
Beisitzer OV FFB
Kassier UB FFB
Verkehrsreferent im Stadtrat
Rockfreunde FFB

Ergebnisse 2020-26: Verkehr

Dipl.oec. MARTIN HAISCH
Gastronom (Drei Rosen) i.R.
stv. Vorsitzender OVV FFB
stv. Vors. Verkehrsforum FFB
Aktionsbündnis Bhf. Buchenau barrierefrei
Verfasser Radwegeplan 2016-25

Ergebnisse 2020-26: Verkehr

DANIEL KÄUFL
Beisitzer OV FFB
Bauleiter ABD Südbayern

Juli 2020: Antrag zur Verlegung der ST 2054 auf die Neulindacher Spange

Die aus Richtung Jesenwang über Landsberger- und Schöngeisinger durch die Innenstadt führende, dann Richtung Maisach aus FFB herausführende Staatsstraße 2054 sollte schon seit Langem so umgewidmet werden, dass sie die Innenstadt gar nicht berührt sondern über B 471 und Neulindacher Spange am nordwestlichen Ortsrand entlang geführt wird. Hintergrund ist, wie auch bei unseren Anträgen zur Verlegung der B2, dass die Stadt verkehrsplanerisch Herr wird über ihre innerstädtischen Straßen und sie in eigener Hand überplanen kann.
Wir freuen uns, dass diese Maßnahme nun endlich angegangen wird. Birgt sie nicht nur Hoffnung für die Anwohner der Landsberger Str., sondern könnte auch als Präzendenzfall zur Frage der B2-Verlegung zukünftig eine Rolle spielen.

August 2020: Zukunftsfähige autofreie Radverbindung nach Maisach auf Jahre blockiert

Der nördliche Abschnitt der Straße Am Kuglfang im Gewerbegebiet Hasenheide war über Jahrzehnte die bevorzugte autofreie Radlverbindung nach Maisach, seit die Gemeinde Maisach die früher bestehende Ortsstraße zum Feldweg umdeklariert hatte, um dort Privatflieger auf dem Fliegerhorst auszubremsen. Für diesen Weg hat sie eigens eine Unterführung unter die neue Südumfahrung der Gemeinde bauen lassen.
Von Maisacher Seite wurde also alles getan, eine historisch gewachsene und zukunftsfähige Verbindung zum Brucker Norden zu erhalten. Auf Brucker Seite ginge es jetzt darum, diese entlang des gesamten Kuglfangs über den Wertstoffhof zum Kreisel am ehemaligen Hotel Hasenheide fortzuführen, wo sie nach einem in Planung befindlichen Aus- und Umbau der Augsburger Str. radltechnisch sicheren Anschluß an die Innenstadt fände.
Im Zusammenhang mit einer Erweiterung des Gewerbegebiets am nördlichen Kuglfang in Richtung Staatsstraße nach Maisach musste nun ein Bebauungsplan endgültig aufgestellt werden, der bereits in der vorherigen Legislatur 2014/20 ungenügend vorbesprochen war. Nachdem die Baumaßnahmen dort längst begonnen haben, ging es aber de facto um nachträgliche Absegnung. Streitig war die Frage, ob neue Stadträte den Mut aufbrächten, in diesen Bebauungsplan nunmehr sichere Radwegverbindungen einzupflegen, um vorausblickend die dargestellten Möglichkeiten auch von Brucker Seite abzusichern. Dem ist der Stadtrat mehrheitlich leider nicht gefolgt.

September 2020: Erste Brucker Fahrradstraße wird ausgewiesen

Teile der Kirchstrasse werden als Fahrradstrasse eröffnet und damit eine fahrradfreundliche Route nördlich der Amper in Richtung Emmering gesichert. Das wird nichts Wesentliches ändern, war dieser Bereich doch schon immer eher beruhigt. Es ist aber ein Beispiel gebendes Signal für die Zukunft, war die Stadtverwaltung doch bisher diesem Instrument eher vorsichtig gegenüber gestanden.

September 2020: Stadtrat Mirko Pötsch beantragt weitere Querungshilfe an der Cerveteristrasse

Im Bereich der Cerveteristrasse wird viel gebaut. Nach dem Neubau der Stadtwerke werden nun die Wohngebäude der IGEWO bald bezugsbereit sein. Sehr bald wird hier die neue Schule West und ein Kinderhort entstehen. Gerade für Fußgänger und Radfahrer müssen hier sichere Wege geschaffen werden, möglichst bevor diese Bauten mit Menschen und vor allem Kindern belebt sind. Vom Geisinger Steig her durch den Bereich Sulzbogen/Ettenhofer Str. führt schon jetzt eine autofreie und frequentierte Wegeverbindung durch den zukünftigen Westpark zur Cerveteristrasse. Nach deren Überquerung führt dieser Weg weiter zwischen IGEWO-Wohnbebauung und dem Nordrand des zukünftigen Schulgeländes zum Erholungsgebiet im Rothschwaiger Forst.

Diese Querung der Cerveteristrasse wird also sicher eine Schlüsselstelle für möglichst autofreie Mobilität gerade vieler Schulkinder im Einzugsbereich darstellen. Für den Autoverkehr befürchten wir analog Probleme an der Einmündung Rothschwaiger Str./Cerveteristr. Nachdem die Stadtverwaltung unseren Antrag zur frühzeitigen Konzeptentwicklung an dieser Stelle schon nicht ernst genommen hat, sondern lieber “die weitere Entwicklung beobachten” möchte, wollen wir zumindest an dieser Stelle gerade für unsere Kleinsten Sicherheit schon im Vorfeld der zukünftigen Entwicklungen garantiert wissen.

Zum Antrag mit Luftbild-Darstellung