Entwicklung der Sportstätten in FFB: Wechselreiche Geschichte

Ende des letzten Jahrzehnts herrschte weitgehende Einigkeit im Stadtrat, nach dem finanziellen Kraftakt der Errichtung des Kulturzentrums Kloster Fürstenfeld nunmehr das Augenmerk besonders auf die Entwicklung unserer Sportstätten zu richten. Über mehrere Jahre wurde gemeinsam ein Gesamtkonzept entwickelt, wie, wo und in welcher Reihenfolge das zu bewerkstelligen wäre. Als 2012 die Stadt von der Nachricht überrascht wurde, den Fliegerhorst übernehmen zu sollen, waren diese Ansätze sämtlich überholt. Die meisten der neu zu errichtenden Anlagen sind nämlich dort vorhanden. Deren Ankauf und Übernahme dürfte deutlich günstiger sein als eigener Neubau, vermutlich sogar im selben Zeitrahmen verbleiben.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zum Sportzentrum 3 erscheint es angebracht, die Verlaufsgeschichte dazu nochmals zu beleuchten.

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Sportzentrum im Westen: Schnellschuss oder besser Teil einer umfassenden Sportkonzeption?

Das Sportzentrum 3 im Westen sollte nach gemeinsamen, ursprünglichen Planungen dem TSV West eine neue Heimat bieten. Aktuelle Bestrebungen versuchen, dieses Konzept durch Erweiterung mit zusätzlichen Funktionen aufzublähen, allerdings ohne die Grundlagen eines vereinbarten, allgemeinen Sportstättenkonzepts an die neuen Gegebenheiten der anstehenden Übernahme vorhandener Anlagen im Fliegerhorst anzugleichen. Auch das Angebot eines „modularen“ Konzepts kann die offenen Fragen der Finanzierung aus städtischen Haushaltsmitteln nicht befriedigend lösen, weil es die Alternativen völlig außer Acht lässt.

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Bürgermeister Raff droht Stadtrat Schwarz mit Anzeige

Mehrheitlich hat der Sportausschuss des Stadtrats im März sich geweigert, die Weiterentwicklung von Sportstätten im Sportzentrum III zu beraten, bevor nicht die beauftragten Alternativen vorgelegt werden. Deren Fehlen hatte Walter Schwarz (SPD) kritisiert und vermutet, der Bürgermeister als Verwaltungschef sei daran nicht unbeteiligt. Anstatt die Versäumnisse zu beheben, hat OB-Kandidat Raff mit einer Anzeige wegen Verleumdung gedroht.

Brucker Anzeiger oder Brückenbauer?

Nachfolgend der Sitzung des Sportausschusses im März hat Bürgermeister Raff dem stv. Fraktionsvorsitzenden der SPD, Walter Schwarz, mit einer Anzeige wegen Verleumdung gedroht. Dabei hatte der noch nicht einmal reden dürfen. Er hatte lediglich gewagt, die Absetzung des Punktes von der Tagesordnung zu beantragen, weil wesentliche Anträge zum diesbezüglichen Verfahren über Jahre unbeachtet geblieben sind. Eine mündliche Begründung in der Sitzung wurde ihm jedoch durch Bürgermeister Raff verwehrt, so dass nicht nur dieser, sondern vor allem das Publikum etwas konsterniert die nachfolgende Bestätigung dieses Antrags verfolgt haben. Erst als Schwarz mitgebrachte Kopien seines Antrags mit Begründung unter dem Publikum verteilt hatte, um dort seinen Standpunkt zumindest deutlich zu machen, entschloss sich Herr Raff zur Drohung einer Anzeige.

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Sportstätten im Fliegerhorst – Endlich Klarheit herstellen

Walter Schwarz hat aus gegebenem Anlass erneut beantragt, die Verwaltung möge sich um höhere Transparenz zum Zeitplan der Fliegerhorst-Konversion bei den zuständigen Stellen bemühen. Fast täglich werden neue Meldungen über einen möglichen Abzug der Bundeswehr ausgegeben. Aktuell geht es aber gar nicht so sehr darum, einen Zeitplan für die Überplanung des Gesamtareals in die Hände zu bekommen. Wichtig ist vielmehr, die vorhandenen Sportstätten durch die Stadt übernehmen zu können, und dies möglichst bereits vor dem endgültigen Abzug der letzten Bundeswehr-Einheiten.

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